Gesellschaft für Epilepsieforschung e.V.Gesellschaft für Epilepsieforschung e.V.

Pharmakologische Abteilung

Das Pharmakologische Labor des Epilepsiezentrums Bethel existiert bereits seit 1975. Hier werden routinemäßig Konzentrationsbestimmungen von Antiepileptika und Psychopharmaka in Blut- bzw. Serumproben durchgeführt. Ferner beteiligt sich die Abteilung an wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema Antiepileptika im Bereich der klinischen Pharmakologie.

Bei den meisten Epilepsiepatienten werden Blutuntersuchungen durchgeführt, um die Serumkonzentration der verabreichten Medikamente zu bestimmen. Nur so kann der behandelnde Arzt bei der Therapieführung beurteilen, ob der Patient die Medikamente überhaupt und regelmäßig einnimmt, ob die Dosierung zu hoch oder zu niedrig ist, ob eine Nebenwirkung oder die Ineffektivität eines Medikamentes durch zu hohe oder zu niedrige Serumkonzentrationen bedingt sind.

Individuell pharmakokinetisch Unterschiede bedingen, dass Wirkstoffkonzentrationen im Blut bei gleicher Dosis von Patient zu Patient erheblich variieren können. Daher profitieren manche Patienten schon von niedrigen “subtherapeutischen“ Konzentrationen und andere selbst von sehr hohen “toxischen“ Spiegeln nicht. Aus diesem Grund hat es sich im klinischen Alltag bewährt, die Dosis mithilfe von regelmäßigen Blutspiegelmessungen einzustellen. Dieses „Therapeutic Drug Monitoring“ ist wesentlicher Bestandteil der Epilepsie-Therapie.

Durch eine Vielzahl interner und externer Qualitätskontrollen sowie Teilnahme an nationalen und internationalen Ringversuchen wird eine hohe Qualität der Antiepileptika-Bestimmungen erreicht. Das Labor untersteht den Anforderungen der RiLiBÄK (Richtlinien der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen). 


Aufgaben

Die Pharmakologische Abteilung

  • bestimmt routinemäßig die Serumkonzentration von Antiepileptika und relevanten Metaboliten.
  • führt neben der Analytik von Antiepileptika massenspektrometrische Konzentrationsbestimmungen von wichtigen Psychopharmaka in Blut- bzw. Serumproben durch. 
  • steht allen anfordernden Ärzten bei der Beurteilung der ermittelten Ergebnisse beratend zur Seite
  • beteiligt sich an wissenschaftlichen Fragestellungen aus dem Bereich der klinischen Pharmakologie

Leistungen der Pharmakologischen Abteilung

  • Zuverlässige Bestimmung von Serumkonzentrationen aller zur Zeit eingesetzten Antiepileptika – insbesondere der neuesten Medikamente dieser Art.
  • Quantitative Bestimmung von wichtigen Psychopharmaka
  • Erfassung und Dokumentation aller Konzentrationsbestimmungen seit 1975
  • Bereitstellung der ermittelten Daten an behandelnde Ärzte zur Nutzung im Rahmen klinischer Fragestellungen.

Zielgruppen

  • Angebot und Leistungen der Pharmakologischen Abteilung richten sich in erster Linie an die Ärzte des Epilepsiezentrums Bethel, und des Langzeitbereichs der von Bodelschwinghsche Stiftungen sowie der neurologischen Abteilung der Klinik Gilead. Ferner werden die Leistungen von vielen auswärtigen Kliniken und unter gewissen Bedingungen von niedergelassenen Ärzten mit Schwerpunkt Epilepsie in Anspruch genommen.

Schwerpunkte und Besonderheiten

Neben dem so genannten Therapeutic Drug Monitoring hat die Pharmakologische Abteilung in den letzten Jahren eine Vielzahl von wissenschaftlichen Fragestellungen aus dem Bereich der klinischen Pharmakologie bearbeitet und begleitet.

Analytische Problemstellungen

  • Entwicklung optimierter Analysenverfahren (rasche Verfügbarkeit der Ergebnisse, Einsatz geringster Serummengen sowie höchste Genauigkeit, um auch wissenschaftlichen Ansprüchen zu genügen).
  • Entwicklung von Bestimmungsmethoden für die jeweils neusten Antiepileptika per Hochdruckflüssigchromatographie und Massen­spektrometrie.
  • Methodenentwicklung für spezielle Fragestellungen wie Analytik in Operationsmaterial aus der Epilepsiechirugie oder Analytik im Rahmen der intraoperativen Mikrodialyse (IOMD).


Pharmakologische Fragestellungen

  • Pharmakokinetische Wechselwirkungen von Antiepileptika untereinander und mit anderen Medikamenten
  • Konzentrationsschwankungen von Antiepileptika im Tagesverlauf
  • Einsatz von Generika und Problematik der Austauschbarkeit von „bioäquivalenten“ Präparaten
  • Besonderheiten von Antiepiletika mit nicht-linearer Kinetik (z.B. Phenytoin)
  • Proteinbindung von Antiepileptika
  • Pharmakokinetik bei Intoxikationen
  • Antiepileptika-Konzentrationen in der Muttermilch und bei Neugeborenen
  • Antiepileptika-Konzentrationen in Gewebeproben (Gehirn, Nervengewebe)

Studien, Projekte und Veröffentlichungen

Die pharmakologische Abteilung hat bereits eine Vielzahl von Studien und Projekten zu pharmakologischen Fragestellungen in der Epilepsieforschung begleitet:

  • Konzentrationsschwankungen von Antiepileptika im Tagesverlauf
  • Generika und Problematik der Austauschbarkeit von „bioäquivalenten“ Präparaten
  • Besonderheiten von Antiepileptika mit nicht-linearer Kinetik (z. B. Phenytoin)
  • Proteinbindung von Antiepileptika
  • Pharmakokinetik bei Intoxikationen
  • Antiepileptika-Konzentrationen in der Muttermilch und bei Neugeborenen
  • Antiepileptika-Konzentrationen in Gewebeproben (Gehirn, Nervengewebe)

Eine Liste aktueller Veröffentlichungen finden Sie hier.


Beratungsangebot

Die Pharmakologische Abteilung steht Ihnen gerne beratend zur Seite bei

  • Anforderungen und Fragen zu Laboruntersuchungen
  • Interpretation von Serum­konzentrationen
  • klinisch-pharmakologischen und analytischen Fragestellungen

Downloads


Ansprechpartner

Dr. Renate Helmer

Dr. Renate Helmer
Leiterin der Pharmakologischen Abteilung
Tel.: 0521 144-4427
E-Mail: renate.helmer@evkb.de

Qualifikation und Erfahrung:

  • Apothekerin
  • Fachapothekerin für Pharmazeutische Analytik
Dr. Uwe Jürgens

Dr. Uwe Jürgens
Stellvertreter der Pharmakologischen Abteilung
Tel.: 0521 144-2443
E-Mail: ujuergens-gfe@bitel.de

Qualifikation und Erfahrung:

  • Lebensmittelchemiker
  • Langjährige Erfahrung in der Analytik von Antiepileptika
Frau Diekmann

Frau Diekmann
Medizinisch Technische Assistentin
Tel.: 0521 144-3147
Fax: 0521 144-2027

Frau Fröhling

Frau Fröhling
Biologielaborantin
Tel.: 0521 144-3147
Fax: 0521 144-2027

Frau Husemann

Frau Husemann
Medizinisch Technische Assistentin
Tel.: 0521 144-3147
Fax: 0521 144-2027

Herr Schäfers

Herr Schäfers
Chemotechniker
Tel.: 0521 144-2545
Fax: 0521 144-2027

Frau Schröder

Frau Schröder
Medizinisch Technische Assistentin
Tel.: 0521 144-3147
Fax: 0521 144-2027

Frau Wind

Frau Wind
Medizinisch Technische Assistentin
Tel.: 0521 144-3147
Fax: 0521 144-2027

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